ASB Bergisch Land eröffnet innovatives Wohnprojekt in Leverkusen

Foto: ASB Bergisch Land

Der ASB Bergisch Land hat am 18. Mai 2017 ein neues innovatives Wohnprojekt für Menschen mit sogenannter Doppeldiagnose (psychische Erkrankung und Sucht) und gleichzeitigem Pflegebedarf in Leverkusen-Manfort eröffnet. Die Einrichtung ist in dieser Form bislang einmalig in Nordrhein-Westfalen.

Das Konzept sieht vor, dass die erkrankten Menschen selbstständig in einer eigenen Wohnung leben, hierfür stehen im Haus insgesamt elf Apartments zur Verfügung. Jeder Bewohner schließt einen eigenen Mietvertrag ab. Der ambulante Pflegedienst des ASB Bergisch Land und das Ambulant Betreute Wohnen (BeWo) des Fassbacher Hofs sind im gleichen Haus angesiedelt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen ihre Dienstleistungen gemeinsam für die Mieterinnen und Mieter des Hauses.

Das neue Konzept schließt eine Versorgungslücke für Menschen mit Doppeldiagnose. Ihrem besonderen Bedarf bei einsetzender Pflegebedürftigkeit kann man in regulären Pflegeheimen nur selten gerecht werden.

Zur Eröffnung am 18. Mai 2017 kamen ca. 70 Gäste, darunter der Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen, Vertreter des Landschaftsverband Rheinland (LVR) und viele Vertreter von sozialen Einrichtungen und Fachkliniken. Dirk Harms, Architekt des neuen Wohnprojkets, übergab der Geschäftsführerin des ASB Regionalverband Bergisch Land, Anne Paweldyk, symbolisch den Schlüssel für das Haus, der in diesem Fall aus vielen kleinen Topfpflanzen bestand: Je eine Pflanze für jedes Appartement sowie für das Büro des Pflegedienstes und das BeWo-Büro. Die Pflanzen sollen für die Hoffnung stehen, die jeder mit dem neuen Projekt verbindet, sagte Herr Harms.

Herr Krüger und Frau Hübel vom ASB-Faßbacher Hof erläuterten ausführlich das Konzept und boten die Möglichkeit einer Hausführung an. Oberbürgermeister Uwe Richrath freut sich, dass der ASB das Wohnhaus in Leverkusen-Manfort eingerichtet hat. Anne Paweldyk zeigte sich glücklich, dass aus der ursprünglichen Idee nun Wirklichkeit geworden ist und bedankt sich ganz herzlich bei allen, die daran beteiligt waren. Sie wünschte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg. Zum Schluss wendet sich die Geschäftsfüherin an die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses: " Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesem Haus Ihren Wunsch auf ein selbstständiges Wohnen in Ihrer ganz eigenen Lebensqualität erfüllen können und dass Sie sich hier immer wohl fühlen."