Katastrophenschutz

Im Fall von extremen Wetterereignissen oder Unfällen mit vielen Beteiligten wird der Katastrophenschutz des ASB aktiv. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer sorgen dann für die medizinische Erstversorgung und errichten Behandlungsplätze oder Notunterkünfte.

Der ASB RV Bergisch Land e.V. unterhält mit freiwilligen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zwei Einsatzeinheiten in NRW. Eine ist an der ASB Geschäftsstelle in Wuppertal, die andere am ASB Zentrum für Katastrophenschutz in Bergisch Gladbach stationiert. Dort sind sie Rund um die Uhr 365 Tage im Jahr bereit für den Einsatz.


 

Die Einsatzeinheit NRW

Die Einsatzeinheit NRW ist eine vielseitig einsetzbare, NRW einheitliche, modulare, operativ-taktische Einheit und untergliedert sich daher in verschiedene Fachdienste und ist innerhalb von 60 Minuten Abfahrt bereit. Sie besteht aus 33 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, welche für ihre Aufgaben speziell ausgebildet worden sind. Sie ist im Sanitäts- und Betreuungsdienst tätig. Hier kann sie bis zu 25 Verletzte und Erkrankte oder bis zu 250 Betroffene erstversorgen.
Überörtlich wird die Einsatzeinheit NRW zusammen mit anderen Komponenten im Behandlungsplatz für 50 Verletzte (BHP-B 50 NRW), Betreuungsplatz für 500 Betroffene (BTP-B 500 NRW) oder dem Patiententransport-Zug für 10 Verletzte und Erkrankte (PT-Z 10 NRW) eingesetzt. 

Der Führungstrupp

Der Zugführer wird vom Führungstrupp mit einem Einsatzleitwagen unterstützt, um die einzelnen Gruppen zu koordinieren, den Einsatz zu planen und Ansprechpartner für den Einsatzleiter sein zu können.

Die Sanitätsgruppe

Ist für die medizinische Erstversorgung und den Transport von Verletzten und Erkrankten konzipiert. Ein Gerätewagen-Sanitätsdienst mit einer Sanitätsstaffel mit Arzt, sowie zwei Krankentransportwagen, welcher jeweils von Rettungssanitätern/-innen und Rettungshelfern/-innen besetzt werden, stehen dafür bereit. So können sie bis zu 12 Verletzte und Erkranke erstversorgen.

Die Betreuungsgruppe

Der Betreuungsdienst übernimmt die Verteilung von Speisen und Getränken, die Ausgabe von Kleidern und Gegenständen des täglichen Bedarfs, bietet psycho- logische Notfallversorgung und leistet Hilfe bei notwendigen Räumungen. Hier werden Betreuungsstellen eingerichtet um den Betroffenen eine Unterkunft zu bieten. Dazu werden zwei Betreuungsfahrzeuge mit jeweils einer Betreuungsstaffel, ein Anhänger für den Betreuungsdienst mit Zelt, Decken, Tragen, und Haushaltsgegenständen und einen Lastkraftwagen mit einem Trupp für die Logistik vorgehalten. Damit sind sie gerüstet für die Betreuung von bis zu 100 Betroffenen.

Der Techniktrupp

Unterstützt die anderen Gruppen mit der nötigen Infrastruktur, wie Strom, Licht, Heizung und Kraftstoffe. Dazu sind ein Gerätewagen mit einem Anhänger für Technik und ein Trupp im Einsatz.




Die Schnelle-Einsatz-Gruppe

Eine Schnelle-Einsatz-Gruppe ist eine Teileinheit der Einsatzeinheit NRW und kann entweder die Sanitätsgruppe (SEG SANITÄT) oder die Betreuungsgruppe (SEG BETREUUNG) sein. Diese sind innerhalb von 30 Minuten zur Abfahrt bereit. Bei lokalen Unglücksfällen mit mehreren Betroffenen (Massenanfall von Verletzten, ManV) unterstützen die SEGs den Rettungsdienst bei der Erstversorgung und dem Transport zum Krankenhaus oder zur Notunterkunft.