Wichtige Änderungen in der Pflege ab 2017

2017 wird das Pflegestärkungsgesetz II umgesetzt. Die Pflegereform bringt viele Änderungen mit sich. Die Pflegeexperten des ASB-Bundesverbandes geben Pflegebedürftigen und Angehörigen Tipps, was zu beachten ist.

Foto: Stefan Kuhn


Auf Pflegebedürftige und ihre Angehörigen kommen im nächsten Jahr wichtige Änderungen zu. Denn ab dem 1. Januar 2017 wird das Pflegestärkungsgesetz II, das 2016 in Kraft getreten ist, umgesetzt. Im Mittelpunkt der Änderungen stehen der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsverfahren. Dabei orientiert sich die Begutachtung von Pflegebedürftigen ausschließlich an den Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit und den Fähigkeiten der Betroffenen. Bei der Begutachtung geht es deshalb nicht mehr um die Frage, welche körperliche Einschränkungen der Pflegebedürfte hat, sondern darum, wie die Fähigkeiten des Pflegebedürftigen sind, um seinen Alltag selbstständig zu bewältigen. „Von diesen Änderungen werden vor allem Menschen mit Demenz profitieren. Es wird mit zusätzlich 500.000 Menschen gerechnet, die nun Anspruch auf Pflegeleistungen haben", erklärt Holger Dudel, Fachreferent für Pflege beim ASB-Bundesverband.

Automatische Umstellung in Pflegegrade

Ebenfalls neu sind ab nächstem Jahr die fünf Pflegegrade. Sie ersetzen die bisherigen Pflegestufen. Die Umstellung von den bisherigen Pflegestufen in die neuen Pflegegrade erfolgt automatisch, ohne neue Begutachtung. „Pflegebedürftige und Angehörige brauchen dafür keinen Antrag zu stellen. Sie erhalten in den nächsten Wochen einen Bescheid der Pflegeversicherung", sagt Dr. Marion Wilhelm, ebenfalls Pflegereferentin im ASB-Bundesverband. Den Pflegegrad 1 erhalten ab 2017 Menschen, die geringe körperliche Einschränkungen haben und im alten System nicht begutachtet worden sind.

Bei der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade gelten folgende Faustregeln: Bei Menschen mit körperlichen Einschränkungen greift die Grundregel „+1". So wird zum Beispiel ein Pflegebedürftiger mit körperlichen Einschränkungen und Pflegestufe 2 ab 2017 dem Pflegegrad 3 zugeordnet.

Bei Pflegebedürftigen mit zusätzlich beeinträchtigter Alltagskompetenz hingegen gilt „+2" Pflegegrade. Ein Pflegebedürftiger mit eingeschränkter Alltagskompetenz und Pflegestufe 2 wird dann dem Pflegegrad 4 zugeordnet. Durch die Umstellung wird kein Pflegebedürftiger finanziell schlechter gestellt.

Menschen mit Pflegestufe 1 profitieren vom Systemwechsel

„Vor allem Pflegebedürftige, die ambulant gepflegt werden und in niedrigen Pflegegraden eingestuft sind, werden ab 2017 mehr Pflegeleistungen als vorher erhalten", erklärt Pflegeexperte Holger Dudel. Wer heute Pflegestufe 1 hat, erhält im Moment monatlich 244 Pflegegeld oder Pflegesachleistungen in Höhe von 468 Euro. Mit der Einstufung in Pflegegrad 2 wird das Pflegegeld dann im nächsten Jahr 316 Euro betragen; die Pflegesachleistungen werden bei 689 Euro liegen.

Datum des Antrags auf Begutachtung ist entscheidend

Wer einen Antrag auf Begutachtung seiner Pflegebedürftigkeit noch in diesem Jahr stellt, wird nach dem alten System begutachtet, auch wenn die Begutachtung erst 2017 stattfindet. „Entscheidend ist das Datum der Antragstellung", betont Marion Wilhelm. Das sollten sich Menschen mit körperlichen Einschränkungen zunutze machen. Die Pflegeexpertin empfiehlt ihnen eine Antragstellung noch in diesem Jahr, um dann eine automatische Überleitung in die neuen Pflegegrade zu erhalten. „Bei der Antragstellung bis zum 31. Dezember können Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen mit mehr Leistungen aus der Pflegeversicherung rechnen", so Dr. Wilhelm weiter. Auch die zahlreichen Unsicherheiten, die das Neue Begutachtungs-Assessment (NBA) nach wie vor aufweist, sprechen für eine Antragstellung vor dem 31. Dezember 2016.

Einstiegspflegegrad 1

Das System der Pflegegrade hat im Vergleich zum alten System der Pflegestufen eine niedrigere Einstiegsschwelle: Den Pflegegrad 1 erhalten Personen leichter als die erste Pflegestufe nach dem alten System.

Hilfsbedürftige mit Pflegegrad 1 erhalten weder Pflegegeld, noch haben sie Anspruch auf Pflegesachleistungen. Sie haben aber Anspruch auf einen einheitlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro für Betreuungsleistungen – zum Beispiel durch einen Alltagsbegleiter – und für Entlastungsleistungen – zum Beispiel durch eine Haushaltshilfe. Außerdem steht ihnen ein einmaliger Zuschuss für Wohnraumanpassung in Höhe von bis zu 4.000 Euro zu. Medizinische Hilfsmittel werden mit 40 Euro gefördert. Außerdem werden Pflegehilfsmittel wie der Hausnotruf bezuschusst.



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Hier können Sie die ASB-Broschüre "Pflegebedürftig - was nun?" mit den Änderungen der Pflegestärkungsgesetze ab 2017 als PDF herunterladen.


Weitere Informationen zur ambulanten Pflege erhalten Sie hier.

Neue Bewertung der Pflegebedürftigkeit

Die Pflegebedürftigkeit wird seit dem 1. Januar 2017 neu bewertet. Entscheidend ist nicht mehr der Zeitaufwand für die Pflege, sondern die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen.

Bisher galten Menschen als pflegebedürftig, wenn sie aufgrund körperlicher Einschränkungen Unterstützung benötigten. Geistige oder psychische Beeinträchtigungen wurden dabei kaum berücksichtigt. Mit den Pflegestärkungsgesetzen wurde diese Ungleichbehandlung schrittweise bis zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff aufgehoben. Der Anspruch auf Pflegeleistungen ist nunmehr unabhängig von der Art der Beeinträchtigung.

Bei der Beurteilung der Pflegebedürftigkeit ist nun entscheidend, ob Unterstützung zum Ausgleich von Einschränkungen in der Selbstständigkeit erforderlich ist. Dabei wird zum Beispiel die Fähigkeit, eine Treppe zu steigen, auch dann beurteilt, wenn im Haushalt des Bedürftigen gar keine Treppe vorhanden ist.

Die Sichtweise bei der Beurteilung hat sich geändert: Bisher wurde die Perspektive der Pflegenden eingenommen und der Zeitbedarf für ihre pflegerische Tätigkeiten galt als Maß für die Einstufung. Den Pflegegrad bestimmen jetzt die noch vorhandenen Fähigkeiten der Betroffenen, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen. Der Pflegebedürftige rückt also in den Mittelpunkt.

Module zur Berechnung des Pflegegrades

Zur Einschätzung des Grades der Pflegebedürftigkeit dient das „Neue Begutachtungsassessment" (NBA). Da bei der Begutachtung die individuellen Fähigkeiten in allen Lebensbereichen erfasst werden, ist das NBA ein komplexes Instrument. Es gliedert sich in acht Module. Sie werden unterschiedlich gewichtet.


  • Modul 1: Mobilität (10 Prozent)
  • Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten (Es geht entweder Modul 2 oder Modul 3 mit 15 Prozent in die Bewertung ein.)
  • Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (Es geht entweder Modul 2 oder Modul 3 mit 15 Prozent in die Bewertung ein.)
  • Modul 4: Selbstversorgung (40 Prozent)
  • Modul 5: Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen (20 Prozent)
  • Modul 6: Gestaltung des Alltags und sozialer Kontakte (15 Prozent)
  • Modul 7: Außerhäusliche Aktivitäten (geht nicht in die Bewertung ein, wird nur dokumentiert)
  • Modul 8: Haushaltsführung (geht nicht in die Bewertung ein, wird nur dokumentiert)

Erläuterung:

  • Das Modul 4 „Selbstversorgung" hat eine Gewichtung von 40 Prozent und nimmt deshalb den größten Anteil in der Bewertung ein. Die anderen Module, die in die Bewertung eingehen, haben eine Gewichtung von 10 bis 20 Prozent.
  • Aus den Modulen 1 bis 6 dienen fünf als Grundlage für die Bemessung der Pflegebedürftigkeit.
  • Bei den Modulen 2 „Kognitive und kommunikative Fähigkeiten" und 3 „Verhaltensweisen und psychische Problemlagen" geht nur der jeweils höhere Wert in die Bemessung ein.
  • Die Module 7 „Außerhäusliche Aktivitäten" und 8 „Haushaltsführung" werden lediglich dokumentiert, sie gehen aber nicht in die Bewertung ein.

Überleitung von der Pflegestufe zum Pflegegrad

Wenn bereits vor dem 1. Januar 2017 Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde, wird die Pflegestufe zum nächsten Jahr in einen Pflegegrad (PG) überführt. Bei der Überleitung ist ausgeschlossen, dass sich Leistungsansprüche verschlechtern. In den meisten Fällen findet sogar eine deutliche Verbesserung statt. Die Überleitung erfolgt automatisch ohne Antragstellung. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen brauchen dafür nicht selbst aktiv zu werden. Eine neue Begutachtung ist ebenfalls nicht erforderlich.


  • Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz werden +2 höher gestuft. Beispiel: Wer Pflegestufe 1 mit eingeschränkter Alltagskompetenz hat, wird ab 2017 dem Pflegegrad 3 zugeordnet sein.
  • Bei Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen gilt die Regel +1. Beispiel. Wer jetzt der Pflegestufe 2 zugeordnet ist, wird in den Pflegegrad 3 eingestuft.
  • Der Pflegegrad 1 gilt nur für neu eingestufte Personen.

Grafik: Überleitung von der Pflegestufe zum Pflegegrad

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Neue Leistungen der Pflegeversicherung

Mit den neuen Pflegegraden ändern sich auch die Leistungen der Pflegeversicherung. Hier eine Übersicht der Leistungen der Pflegekassen seit 1. Januar 2017.

Wenn bereits vor dem 1. Januar 2017 Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde, wird die Pflegestufe zum 1. Januar 2017 in einen Pflegegrad (PG) überführt. Bei der Überleitung ist ausgeschlossen, dass sich Leistungsansprüche verschlechtern. Durch Besitzstandsschutzregelungen wird sichergestellt, dass Leistungsbezieher nicht schlechter gestellt werden. In den meisten Fällen findet sogar eine deutliche Verbesserung statt. Die Überleitung erfolgt automatisch ohne Antragstellung. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen brauchen dafür nicht selbst aktiv zu werden. Eine neue Begutachtung ist ebenfalls nicht erforderlich.

Leistungen der Pflegeversicherungen ab 2017:

1. Vollstationäre Pflege

  • Pflegegrad 1: 0 Euro
  • Pflegegrad 2: 770 Euro monatlich
  • Pflegegrad 3: 1.262 Euro monatlich
  • Pflegegrad 4: 1.775 Euro monatlich
  • Pflegegrad 5: 2.005 Euro monatlich


Der einrichtungsabhängige Eigenanteil (private Zuzahlung) in stationären Einrichtungen wird über die Pflegegrade hinweg vereinheitlicht. Er ist somit in der jeweiligen Einrichtung für alle Pflegegrade identisch und ändert sich auch nicht, wenn sich der Pflegegrad im Laufe der Zeit erhöht. Im Bundesdurchschnitt wird der Eigenanteil zunächst deutlich unter 1.000 Euro im Monat liegen. Er kann im Laufe der Zeit steigen, zum Beispiel wenn der Anteil der Bewohner mit sehr hohen Pflegegraden in den stationären Einrichtungen zunimmt.

2. Kurzzeitpflege

Auch für die kurzfristige Unterbringung in einem Seniorenpflegeheim, zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt, oder wenn der pflegende Angehörige im Urlaub ist, können Mittel der Pflegeversicherung beantragt werden.


  • Pflegegrade 2 bis 5: bis zu 1.612 Euro jährlich
  • Pflegegrad 1: Der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro/Monat kann für die Kurzzeitpflege eingesetzt werden.


Wird die Verhinderungspflege nicht voll in Anspruch genommen, kann der Leistungsbetrag für die Kurzzeitpflege bis zum Maximalbetrag von 3.224 Euro erhöht werden.

Wichtig: Das Pflegegeld wird während der Kurzzeitpflege zu 50 Prozent weiter gezahlt.

3. Tages- und Nachtpflege

Pflegebedürftige Menschen verbringen den Tag bzw. die Nacht in einer Tagespflegeeinrichtung. Sie werden auf Wunsch von zu Hause abgeholt und wieder zurückgebracht.


  • Pflegegrad 1: 0 Euro
  • Pflegegrad 2: 689 Euro monatlich
  • Pflegegrad 3: 1.298 Euro monatlich
  • Pflegegrad 4: 1.612 Euro monatlich
  • Pflegegrad 5: 1.995 Euro monatlich


Hinweis zu Pflegegrad 1: Der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro/Monat kann für die Kurzzeitpflege eingesetzt werden.

4. Pflegesachleistungen: ambulanter Pflegedienst

  • Pflegegrad 1: 0 Euro
  • Pflegegrad 2: 689 Euro monatlich
  • Pflegegrad 3: 1.298 Euro monatlich
  • Pflegegrad 4: 1.612 Euro monatlich
  • Pflegegrad 5: 1.995 Euro monatlich


Hinweis zu Pflegegrad 1: Der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro/Monat kann für die Kurzzeitpflege eingesetzt werden.

5. Pflegegeld: Pflege durch Angehörige

Pflegebedürftige Menschen werden von Angehörigen oder anderen privaten Pflegepersonen betreut und erhalten dafür ein monatliches Pflegegeld.


  • Pflegegrad 1: 0 Euro
  • Pflegegrad 2: 316 Euro monatlich
  • Pflegegrad 3: 545 Euro monatlich
  • Pflegegrad 4: 728 Euro monatlich
  • Pflegegrad 5: 901 Euro monatlich

6. Entlastungsleistungen gemäß § 45b SGB XI

  • Alle Pflegegrade in der ambulaten Pflege: 125 monatlich


Pflegebedürftige, die zu Hause gepflegt werden, haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag von 125 Euro. Dieser kann für Angebote zur Alltagsunterstützung eingesetzt werden, die nach Landesrecht anerkannt sind.

Hinweis zu Pflegegrad 1: der Entlastungsbetrag kann auch für Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege genutzt werden.

Entlastungsleistungen können in der ambulanten Versorgung nun ohne Einbußen erhöht werden, indem bis zu 40 Prozent des Sachleistungsanspruches entsprechend umgewandelt werden (§45a SGB XI) und zusätzlich monatlich in Anspruch genommen werden können.

7. Pflegekurse/Schulungen zu Hause gemäß § 45 SGB XI

Pflegende Angehörige haben Anspruch auf unentgeltliche Schulungskurse. Auf Wunsch können die Schulungen auch zu Hause beim Pflegebedürftigen durchgeführt werden.

8. Pflegeberatung nach § 7a SGB XI

Pflegebedürftige und Angehörige haben Anspruch auf individuelle Beratung.

9. Verhinderungspflege

Wenn Pflegepersonen verhindert sind, zum Beispiel weil pflegende Angehörige Urlaub machen wollen oder krank werden, haben Pflegebedürftige einen Anspruch auf Vertretung: die sogenannte Verhinderungspflege. Diese kann zum Beispiel durch einen ambulanten Pflegedienst oder eine private Pflegeperson, die kein naher Angehöriger des Pflegebedürftigen ist, übernommen werden.


  • Pflegegrade 2 bis 5: bis zu 1.612 Euro jährlich


Der jährliche Leistungsanspruch auf Verhinderungspflege lässt sich auf bis zu 2.418 Euro erhöhen, wenn keine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen wird.

Pflegende Angehörige können die Verhinderungspflege auch stundenweise in Anspruch nehmen, zum Beispiel für Arztbesuche oder Einkäufe.

10. Arbeitslosen- und Rentenversicherung für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige werden ab 2017 in der Renten- und Arbeitslosenversicherung besser abgesichert sein. Die Pflegeversicherung zahlt für alle Pflegepersonen, die einen Pflegebedürftigen mit einem zwischen Pflegegrad 2 und 5 zu Hause pflegen, Beiträge in die Rentenversicherung. Vorausgesetzt: Die häusliche Pflege umfasst mindestens zehn Stunden, verteilt auf mindestens zwei Tage in der Woche.

Wer aus seinem Beruf aussteigt, um einen Angehörigen mit mindestens Pflegegrad 2 zu Hause zu pflegen, dem zahlt die Pflegeversicherung ab 2017 Beiträge in die Arbeitslosenversicherung. Vorausgesetzt: Die häusliche Pflege umfasst mindestens zehn Stunden, verteilt auf mindestens zwei Tage in der Woche.

11. Pflegehilfsmittel

Als Pflegehilfsmittel gelten Hilfsmittel wie Betteinlagen und Einmalhandschuhe, wenn sie zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen.


  • Alle Pflegegrade: bis zu 40 Euro monatlich

12. Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds

  • Alle Pflegegrade: bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme (bis zu 16.000 Euro, wenn mehrere Anspruchsberechtigte zusammen wohnen)

13. Zusätzliche Leistungen für Pflegebedürftige in ambulant betreuten Wohngruppen

  • Alle Pflegegrade: max. 2.500 pro Person/10.000 pro Wohngruppe monatlich
  • Alle Pflegegrade: Wohngruppenzuschlag von 214 Euro monatlich

14. Zusätzliche Betreuungsleistungen gemäß § 43b SGB XI

  • Alle Pflegegrade: Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen in teil- und stationären Einrichtungen



Die Leistungen gelten seit dem 01.01.2017.